Bekenntnisse der Evangelisch-Lutherischen Kirche

Hilfen zum Verständnis der Bibel

In der Evangelisch-Lutherischen Kirche sind für das Verständnis des Glaubens eine Reihe von Bekenntnistexten wichtig geworden. Die Pfarrer versprechen bei ihrer Ordination, sich in ihrer Lehre nach den Aussagen dieser Bekenntnisse zu richten.

Diese Bekenntnistexte haben nicht die gleiche Bedeutung wie die Bibel. Sie stehen als aus der Bibel abgeleitete Norm deutlich unter ihr. Aber sie geben wichtige Hilfen und Hinweise zum rechten Verständnis der Bibel. 

Seit altkirchlicher Zeit gehören das Apostolische Glaubensbekenntnis, das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel und das Athanasianum zu den Bekenntnistexten der Kirche, wobei die ersten beiden auch im Gottesdienst Verwendung finden. 

In der Reformationszeit kamen weitere Bekenntnistexte hinzu: Das Augsburger Bekenntnis von 1530 (Confessio Augustana, CA), die Apologie dazu, die Schmalkaldischen Artikel, der kleine und große Katechismus Martin Luthers, Melanchthons Traktat über die Gewalt und den Primat des Papstes sowie die Konkordienformel von 1577.