Die Jehmlichorgel der Christuskirche

Jehmlich-Orgel der ChristuskircheDie Orgel wurde 1905 von der Orgelbaufirma Gebrüder Jehmlich, Dresden erbaut und verfügte damals über 63 Stimmen auf drei Manualen und ein Pedal im Stil der deutschen Orgelromantik des beginnenden 20 Jahrhunderts.

Sie stellt ein hochmodernes Instrument jener Epoche dar, besonders geeignet für die stilgerechte Interpretation spätromantischer Orgelmusik. Die Orgel bildete in ihrer klanglichen Originalgestalt mit dem Kirchenraum und seiner Innenausstattung eine wundervolle Einheit.

Als Folge einer 1945 neben der Kirche niedergegangenen Luftmine wurde auch die Orgel stark beschädigt. 1951 wurde die Orgel durch die Erbauerfirma notdürftig repariert und dem Zeitgeschmack entsprechend neobarock umgestaltet. Diese Arbeiten wurden jedoch aus Geldmangel nicht vollendet.

Ornamente der OrgelVon 1984-88 führte Johannes Schubert, ein Mitglied der Gemeinde eine Generalreparatur und Vergrößerung des Orgelwerkes durch. Da die Voraussetzungen für die Restaurierung des Werkes fehlten, erhielt die Orgel eine neue Klanggestalt, die unter Verwendung des alten Pfeifenmaterials eine Synthese von deutsch-romantischen und französich-romantischen Elementen darstellt.

Dank der großen Spendenbereitschaft der Kirchgemeindemitglieder und vieler Orgelliebhaber konnte mit finanzieller Hilfe der Landeskirche und dem Landesamt für Denkmalpflege von 2013-2015 die Erbauerfirma Jehmlich Orgelbau Dresden die Orgel wieder in den Originalzustand von 1905 zurückführen und umfassend restaurieren. 

Kantor Burkhard Rüger

 

Orgelregister - Disposition (seit 2015)

1. Manual   2. Manual  
Principal 16' Bordun 16
Gedackt 16' Principal 8'
Principal 8' Dolce 8'
Bordun 8' Gedackt 8'
Hohlflöte 8' Gambe 8'
Gemshorn 8' Konzertflöte 8'
Salicional 8' Zartflöte 8'
Fugara 8' Quintatön 8'
Oktave 4' Stentorflöte 8'
Rohrflöte 4' Oktave 4'
Fugara 4' Flöte 4'
Rauschquinte 2 f. Salicet 4'
Cornett 3-5 f. Stentorflöte 4'
Mixtur 3-5 f. Piccolo 2'
Trompete 8' Mixtur 3-4 f.
Hochdrucktuba 8' Clarinette 8'
Hochdrucktuba 4' Schwebende Flöte 8'
3. Manual   Pedal  
Gedackt 16' Untersatz 32'
Geigenprincipal 8' Principalbass 16'
Rohrflöte 8' Subbass 16'
Traversflöte 8' Violonbass 16'
Violine 8' Dolcebass 16'
Vox coelestis 8' Octavbass 8'
Viola d'amour 8' Gedacktbass 8'
Seraphon-Principal 8' Violoncellobass 8'
Seraphon-Violine 8' Octavbass 4'
Principal 4' Posaunenbass 16'
Viola 4' Trompetenbass 8'
Gemshorn 4'    
Quintatön 4'    
Seraphon-Principal 4'    
Seraphon-Violine 4'    
Waldflöte 2'    
Harmonia aetheria 3 f.    
Oboe 8'    
Schwebende Viola 8'    

Manuale bis a''', Pedal bis f'

Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Super I/I, Super III/II, Sub II/I, Sub III/II, Pedaloktavkoppel

Spielhilfen: 4 freie Kombinationen, 26 feste Gruppen (ff, f, mf, p für das ganze Werk als Knöpfe und Tritte und für jedes Werk einzeln als Knöpfe (Pedal Tritte) Tutti, Hochdruck) Zungen ab, Crescendo an, freie Gruppen an, feste Gruppen an, Crescendowalze, Schwelltritt